Herzlich Willkommen!

Habt ihr Lust auf einen Streifzug in die Zukunft zu selbstständig denkenden Hologrammen oder ins Jetzt zu Zwergdrachen mit sprachlichen Identitätskrisen? Meine Geschichten haben gemein, dass immer zwei junge Leute gemeinsam in einem Dilemma stecken - ob es Liebe, Freundschaft oder ethische Fragen sind. Ich nenne das YA Urban Adventures. Weil unsere Geschichten genauso vielfältig sein sollten wie das Leben selbst.

Dies hier sind meine Seiten und eure - seht euch ruhig um und lasst ein Hallo da. Ich antworte ganz bestimmt.

Geschrieben von Ellen Skye, 15. April 2016
Figuren

Als meine beste Freundin mein erstes Buch durchgelesen hatte, war eines der ersten Dinge, die sie sagte: "Olivia ist wie du". Mein erster Impuls war, das abzustreiten, denn es gab ein paar Dinge an meiner Protagonistin, die ich nicht mal klitzeklein hinter meinem Ohr zu stehen haben wollte. Und überhaupt: Warum sollte jemand so wahnsinnig sein und sein Seelenleben vor potenziell so vielen Menschen ausbreiten? Zumal in der Ich-Perspektive erzählt wird. Näher dran an der Figur geht es nicht mehr. Wollte ich wirklich, dass Leser so dicht bei mir in meinen Gedanken sitzen und mit mir durch die Geschichte gehen? Das wäre wohl so, wenn Olivia wirklich ich wäre. Gut, dass mir das jetzt schon auffiel! Aber ernsthaft, warum macht man das eigentlich?

Wieviel von uns steckt in unseren Figuren?

Nach einigem Grübeln, Rückwärts-in-die-Zeit-Schauen und einem Blick in meine Notizen, wurde mir klar: Die Abbildung des eigenen Ichs in einer Figur ist genauso Blödsinn wie es absolut stimmt.

Nun muss man sich mal vor Augen führen, durch wieviele... na, sagen wir Wesen so ein Autor im Inneren bevölkert wird. Stellt auch einmal ganz bildlich vor, dass alle Figuren aus Harry Potter, von Peter Pettigrew bis Neville Longbottom, von Umbridge bis Mrs Weasley alle aus ein und demselben Geist kommen. So ein Autorenkopf gleicht damit verdächtig Hermines Handtasche. Nahezu bodenlos und man weiß nie, was herausgezogen wird.

Die Charaktere, die wir da aufs Blatt entwerfen, sind den Lesern später vielleicht so vertraut wie die Leute, die sie jeden Tag umgeben. Vielleicht sogar mehr. Wir haben als Leser intensive Beziehungen zu diesen Figuren. Dafür müssen dieselben atmen und leben. Verschroben, liebenswert oder zum Fürchten sein. Am besten alles auf einmal, das wäre ein Wurf! Für diese Mehrdimensionalität müssen die Autoren ihnen immens viel mitgeben. Schließlich kann das nicht aus dem luftleeren Raum kommen.

Und natürlich entstehen sie aus unseren Eindrücken von anderen Menschen, den tausenden Schnipseln, die wir Tag für Tag aus unserer Umwelt sammeln. Ja, auch aus Büchern, Filmen, Erzählungen, Beobachtungen auf der Straße, dem Alltag usw. Daraus setzen wir Figuren zusammen - und das funktioniert nicht, wenn nicht ein Stück von uns selbst hineinfließt. In jede Figur. Ob schön, ob schrecklich.

Wir müssen Ihnen ein Stück von unserer Stimme geben. Quasi eine Rolle, die wir uns richtig gut vorstellen können, überziehen und dann in ihr sprechen. Diesen Anteil, den wir dann von uns mit der Figur vermengt haben, den kriegen wir nicht mehr raus. Da laufen dann Stücke von uns selbst auf dem Papier herum. Wenn man länger darüber nachdenkt, kann das gruselig erscheinen. Da kommt leicht das Gefühl auf, uns Schicht für Schicht freigelegt, ausgezogen zu haben. Striptease mit und vor einem nicht gerade kleinen Cast. Die Figuren ziehen uns aus, weil sie an unser Innerstes herankommen müssen. Sie können gar nicht anders.

Und dann muss man sich auch noch darauf ansprechen lassen. "Die ist wie du." Natürlich ist sie das. Sie ist ja auch durch meinen Kopf gegangen. Genauso wie die arme Nebenfigur, die voller Hass war und schon in Kapitel vier nicht mehr mitspielen durfte. Und alle anderen, die ich hineinschreibe.

Wir müssen uns also ausziehen und uns mindestens von unseren Figuren ganz genau betrachten lassen. Ist aber auch nur fair, denn wir müssen sie ja auch auseinandernehmen, um sie zu verstehen. Fehlt uns dann vielleicht ab einem bestimmten Punkt die Distanz zu den Figuren? Sind deswegen oft Schreiber so schwer getroffen, wenn sie Kritik zu ihren Geschichten hören? Vielleicht.

Kritik an der Geschichte wird so schnell als Kritik an der Person empfunden.

Aber wir haben eine Chance. Die Chance, die Figuren in die Welt hinauszuschicken und irgendwann auf diesem Weg damit abzuschließen. Sie geistern jetzt nicht mehr in unserem Kopf herum, sondern in denen der Leser. Und das ist auch gut so.

Was wir als Schreiber tun können, ist still und heimlich in uns hinein zu lachen, weil nur wir ganz genau wissen, was an unseren Figuren ein Setzling unserer Persönlichkeit ist und wieviel aus der Außenwelt wir dazu genommen haben. Wir müssen es ja niemandem verraten.

Lassen wir los und bringen ein bisschen Abstand zwischen sie und uns. Dann dürfen die Leser ganz frei mögen und doof finden, wen sie wollen. Immerhin sind es ja „nur“ Figuren, die selbstständig werden müssen. Ihnen gehört unser ganzes Herzblut, während wir sie erschaffen und weiterentwickeln. Wenn wir sie dann aber auf die Welt loslassen, gehört die Welt ihnen.

Herzlichst,
Ellen

Geschrieben von Ellen Skye, 02. März 2016

Vor etwa einer Woche habe ich meine erste Veröffentlichung komplett abschließen können und habe den Schritt gewagt, sie hinaus in die Welt zu schicken. Nichts bereitet einen auf diesen Mischmasch an Gefühlen vor, den man da empfindet. Aber so aufregend alles war und ist, ich kann zumindest rückblickend schon feststellen, was ich in diesen 2 (!) Jahren der Vorbereitung, des Entwerfens und Überarbeitens gelernt habe. Es lässt sich auf 5 Punkte verdichten.

Here we go:

5. Man muss nicht sofort wissen, wie es geht. Man darf es unterwegs lernen.

Schreibmaschine

Vorausgesetzt, man will lernen. Niemand kommt auf die Welt und ist Weltklassegeiger, Spitzenkoch oder genialer Biotechnologe. Wir müssen alle werden. Immerzu.

Ich gehöre ja eher zu den Menschen, die am liebsten Dinge erst ganz unter Kontrolle haben wollen, bevor sie irgendetwas beginnen. „Learning on the fly“ ist eigentlich nicht so mein Ding. Dachte ich. Fragt mal meine beste Freundin, wie sklavisch ich mich an Kochrezepte halte, die lacht mich jedes Mal aus, als wenn’s kein Morgen gäbe.

Fakt ist aber, sich selbst die Erlaubnis zu geben, während des Probierens zu lernen und während des Lernens zu probieren, befreit ungemein. Und bringt so manche Überraschung zutage. Wer nicht an Selbstüberschätzung leidet, dem würde ich das immer empfehlen. Aber -

4. Es gibt etliche Zeiten, da hat das Ego Sendepause.

Nur weil sich das Schreiben um Sprache dreht, die ja so irgendwie jeder jeden Tag benutzt, kommt die Fähigkeit zum Schreiben, so scheinen manche zu denken, bei jedem aus sich selbst heraus. Wir schreiben Texte jeden Tag, was soll also daran so schwer sein?

Potenziell alles.

Will man es richtig machen, braucht man Feedback. Von jemand Fremden. Jemand, der das beruflich (und idealerweise mit Herzblut) macht am besten. Und wenn dann beispielsweise ein/e LektorIn dann seine bzw. ihre Arbeit tut, hat der Autor mal Sendepause und sollte besser genau zuhören. Ego steht einem furchtbar im Weg, wenn man es zu laut werden lässt.

3. Zwei Jahre für ein Buchprojekt sind einfach zu lange - für mich.

Man sagt, es gäbe so eine Faustregel: Länger als ein Jahr solltest du mit dem Schreiben eines Projekts nicht brauchen, denn wenn du hinten angekommen bist, kannst du vorne wieder anfangen. Und ich glaube, das stimmt. Das muss es nicht für jeden, aber für mich trifft es zu. Man entwickelt sich weiter, sogar innerhalb eines Textes, und braucht man dafür zu lange, verspürt man das Bedürfnis, alles noch einmal „anders zu erzählen“. So wird aber niemals etwas zustande kommen. Irgendwo muss man einmal einen Punkt setzen.

Und zwei Jahre an einem Projekt zu sitzen, was bei mir durch das vorbeiziehende normale Leben (so heißt das, glaube ich) bedingt war, ist für mich definitiv zu lange. Man kaut zu lange auf ein und der gleichen Sache herum und obwohl es immer noch das ist, was einen am Anfang so begeistert hat, schmeckt es nun langsam fad.

2. Durchhaltevermögen steckt alles in die Tasche

Und doch - exakt das, nämlich dranzubleiben, macht den großen Unterschied. Disziplin und Pitbull-Mentalität kann Talent in ungeahnte Höhen bringen. Dafür gibt es keinen Shortcut. Man muss alles durchmachen. Jeden einzelnen, tollen, demotivierenden, fantastischen, beschissenen Tag. Ist man fünf vor zwölf noch dabei, hat man große Chancen, mehr aus dem Ganzen für sich rauszuziehen, als wenn man es sich 344 Mal zwanzig Minuten nach null Uhr anders überlegt hätte.

Und zu guter Letzt:

Author at work

1. Mach's einfach, aber mach's einfach!

Ich hoffe, ihr hört die Betonung in dem Satz. Leider ist der nicht von mir, sondern von der wunderbaren Sabine Asgodom. Wer einen Motivationsschub und einen Eimer gute Laune möchte, dem empfehle ich dieses Video. Nicht vom Titel abschrecken lassen. Es ist großartig. Einfach großartig.

Da steckt so viel Wahres drin, dass es schon fast nicht mehr wahr ist. Das allerwichtigste, das ich von diesen ersten beiden Jahren gelernt habe, ist: Einfach machen! Nicht nur im Kopf, nicht als Wunsch, als Traum oder als ewigen Masterplan, sondern wirklich machen. Anfangen. Und danach nicht aufhören. Diese beiden Dinge führen zu einem guten Ende.

Dabei ist es immer gut, sein Bestes zu geben, keine Frage. Aber man kann nicht das absolute Optimum erschaffen, alles hundertprozentig richtig machen. Das wird nicht funktionieren. Man kann allerdings etwas machen, das im Moment das Beste ist, was man zu schaffen imstande ist. Das allein ist ein hohes Ziel. Aber es dabei dann auch belassen. Perfekt wird es nie werden.

Deshalb: Halt es einfach. So, dass du es steuern kannst und den Überblick behältst. Aber wirklich: Keep. It. Simple. Next: Do it.

Jetzt, da ich die erste Runde herum habe, weiß ich zurückblickend erst, was ich gut kann und was mir schwerer fällt. Wofür ich mehr Zeit brauche und was mich auf keinen Fall bremsen sollte. Ich habe meine Figuren und meine "Erzählerhaut" kennengelernt und weiß jetzt, dass ich noch mehr kann. Beim nächsten Mal wird das Beste, das ich zu schaffen imstande bin, schon viel mehr sein als beim ersten Mal.

Da wäre ich natürlich nicht, wenn ich es nicht einfach gemacht hätte.

So: You’ll never know unless you give it a go.

Herzlichst,
Ellen

Geschrieben von Ellen Skye, 30. August 2015

Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft, zu leben.

Hermann Hesse

Herzlich Willkommen auf meinem Blog! Da das mein erster Artikel ist, soll es sich hier um die Kraft des Anfangs drehen. Das Leben ist voll von Anfängen, aber besonderen Reiz haben sie dort, wo wir etwas zu erreichen versuchen, was uns persönlich am wichtigsten ist.

Light

Egal, was wir da genau tun, der Zauber des Anfangs fehlt uns später oft, weil er uns ganz gewiss ein Stück begleiten wird, aber man weiß nie wie weit das Stück reichen wird. Ich selbst kenne das aus meinem Schreiballtag. Wie lange wird uns die Inspiration tragen? Hat die Idee das Zeug, im richtigen Gewand Leser mit auf eine Reise zu nehmen? Inspiration an sich ist pflegeleicht; sie kommt von allein und ist perfekt für Anfänge gemacht. Wird sie erwachsen, muss sie sich zu etwas entwickeln, mit dem viele Strebende, nicht nur Autoren, irgendwann mal Probleme haben. Zu Disziplin, die sich noch benehmen kann wie Inspiration.

Nichts leichter als das, hm? Man sagt oft, ein Buch – oder besser ein komplexes erzählerisches Gebilde - zu schreiben, sei weniger mit einem Sprint als mit einem Marathon zu vergleichen. Das würde ich zwar unterschreiben, aber so umdeuten: es sind viele kürzere Marathons, die einer Stop-and-Go-Logik folgen. Oft geht einem auch dabei die Puste aus und so manch einer quält sich durch den Prozess. Man stelle sich vor, wie gut man das meistern könnte, wenn man bei jedem "Go!" wieder frisch wäre! Warum ist es dann manchmal so schleppend?

Meist sind Anfänge verlockend und geben uns einen Schub. Egal, was wir beginnen, es macht uns euphorisch, voller Tatendrang. Die Energie steht auf hundert Prozent und wir wissen, das wird etwas Tolles, für uns vielleicht Welt bewegendes.

Vielleicht schreiben wir ein Buch, vielleicht lernen wir ein Instrument, eine Sprache oder Sportart – vielleicht aber auch suchen wir nach einem bestimmten Sinn im Leben. In jedem Fall versuchen wir etwas zu erreichen und machen uns auf den Weg. Etwas später, auf freier Strecke dann, kann es unter Umständen nicht mehr ganz so bezaubernd sein, aber der Anfang war es allemal, so viel wissen wir noch. Die erste Idee hat sich so nahtlos überall eingefügt, es sah so einfach aus, als man andere dabei beobachtet hat oder man seiner Inspiration folgte, und man hatte es sich so gut vorgestellt, wenn man einmal da wäre.

Das Problem mit den Anfängen ist, dass sie mit ziemlicher Sicherheit irgendwann nicht mehr bezaubernd sind. Nämlich dann, wenn sie sich wiederholen. Wiederholen müssen. Dinge, die wir vielleicht gefühlt zum tausendsten Mal beginnen, weil es bisher nicht richtig geklappt hat oder unserem angestrebten Ziel noch etwas fehlt. Also müssen wir nochmal ran. Und jeder noch so betörende Zauber von "Let’s do this awesome thing" verfliegt, wenn schon etliche Versuche hinter uns liegen, mit denen wir nicht so zufrieden sind. Dabei bräuchten wir diesen Spirit der ersten Stunde gerade jetzt so dringend!

Ich denke, ihr bemerkt schon, worauf ich hinaus will. Jeder, der sich schon mit irgendeiner Art von Schreiben beschäftigt hat, weiß, dass – nur ein Beispiel - das Verfassen eines Romans oder einer in sich geschlossenen Geschichte eine ganze Menge Anfänge nötig hat. Nichts schreibt sich in einem Rutsch herunter und bleibt so stehen, damit dann alle die Genialität des kreativen Genies bestaunen können. Texte zu erstellen und besten Gewissens so stehen lassen zu können, ist harte Arbeit. Man erarbeitet eine erste Fassung und fühlt sich wie der König der Welt, wenn man meint, dass endlich alles stimmt, jeder Schritt des Plots erkennbar nachgezeichnet ist, alle Motive und Aktionen zueinander passen, die Charaktere atmen und mit uns reden und alles nun ein Anfang, ein Ende und hoffentlich ein möglichst sinnvolles Dazwischen hat.

Aber nein, kaum sind wir am Ende, sind wir wieder am Anfang, denn jetzt beginnt die eigentliche Arbeit. Der Überarbeitungsprozess – und meine Güte, das ist manchmal wie die Windpocken der Schreiberei! Man kämpft mit seiner eigenen Schöpfung, muss sich zwingen, alles in Frage zu stellen und, wenn alles nichts hilft, große Teile komplett neu schreiben oder einfach erstmal ersatzlos streichen, ohne zu wissen, was den Platz dessen einnimmt, was man gerade über den Haufen geworfen hat. Es klafft ein großes Loch und starrt einen an. Aber irgendwie schafft man es. Man läuft noch x-mal durch die Geschichte durch, kann es zum Schluss rückwärts tanzen, bis es dann endlich zum Lektor geht.

Und – wer hätte es gedacht – selbiger ist nicht dazu da, uns jetzt zu huldigen und nur mal hier und da ein Komma zu streichen oder zu setzen. Nein, er gibt uns die Außenperspektive auf den Text, die wir nunmehr gar nicht haben können, weil wir bis über den Scheitel darin versunken sind. Wer so tief drin steckt, kann gar nicht mehr von oben draufschauen. Und, wenn wir richtig Glück haben, und meistens haben wir das, dann stehen wir nach der Rückmeldung des Lektors oder der Lektorin wieder ganz am Anfang. Selbst, wenn wir nicht die Hälfte streichen müssen. Wir fangen wieder vorn an und arbeiten uns durch. Und da ist er wieder, der Anfang. Nur diesmal ohne Zauber. Weil uns jetzt nicht mehr die Muse oder reine Kreativität antreibt, sondern die Notwendigkeit, das Beste aus dem Text herauszuschleifen.

Diese Notwendigkeit kann uns den Zauber des Anfangs, der Motivation in unsere Segel bläst, ziemlich verderben. Dabei könnten wir von diesen ganzen neuen Anfängen immens profitieren, wenn wir uns immer wieder die "Null" vor Augen führen. Stunde Null. Tabula rasa. Tun wir doch so, als ob wir eben erst mit der Sache begonnen hätten. Der einzige Unterschied: Wir haben schon etwas erarbeitet. Stunde Null hat den Vorteil, dass sämtliche Möglichkeiten noch vor uns liegen. Immerhin geben wir den Ton an in unserem Universum. Wir können verflucht noch mal tun und ändern, was immer wir wollen. So oft wir wollen. Solange wir immer wieder eine neue Stunde Null setzen und das auch gerne und mit Überzeugung tun, werden wir immer eine Triebkraft für die nächste Strecke finden. Bis zur nächsten Stunde null.

Erfolgreiches Schreiben und Veröffentlichen besteht zu einem großen Teil aus dem bereitwilligen Immer-wieder-von-Neuem-beginnen. Und sich dadurch nicht die Kraft nehmen lassen. Wie so vieles im Leben ist das natürlich eine Sache der Einstellung. Eine Frage des richtigen mindsets.

Thomas Alva Edison brauchte etwa 10.000 Anläufe, um eine Glühlampe zum Leuchten zu bringen. Eine Erfindung, ohne die unser Alltag und viele andere Dinge heutzutage undenkbar wären. Nach 5000 Versuchen, Licht zu erzeugen, die nicht zum Erfolg führten, wurde Herr Edison gefragt, warum um Himmels Willen er denn nicht endlich einsehen würde, dass es nichts wird. Warum er es nicht sein ließe. Edison antwortete darauf: "Ich habe ganz einfach erfolgreich 5000 Wege herausgefunden, wie es nicht funktioniert."

Weiser Mann. Er hatte offensichtlich keine Angst vor neuen Anfängen. Der Mut, immer wieder neu zu beginnen, bringt uns letztendlich dahin, wo wir sein wollen. Kombiniert mit der Fähigkeit, Dinge zu Ende zu bringen, hält uns beides auch da – und letztendlich können wir uns damit nahezu jeden Traum erfüllen!